Ökonomische Forschung findet in Deutschland hauptsächlich an Universitäten und Wirtschaftsforschungsinstituten statt. Dabei gehört die Humboldt-Universität zu Berlin zu den
Spitzenuniversitäten im deutschsprachigen Raum. Zu diesem Erfolg hat der
Sonderforschungsbereich 649 "Ökonomisches Risiko" (SFB 649) mit seinen rund 270 wissenschaftlichen Beiträgen seit 2005 wesentlich beigetragen. Die Lebensläufe der Forscherinnen und Forscher im SFB 649 sind dabei sehr unterschiedlich. Neben Volkswirten und Betriebswirten findet man auch zahlreiche Mathematiker, Statistiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler.
Während an Universitäten im Wesentlichen Grundlagenforschung betrieben wird, beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher an Wirtschaftsforschungsinstituten auch mit wirtschaftspolitischer Beratung. Das größte Wirtschaftsforschungsinstitut ist das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (
DIW), das seinen Sitz in Berlin hat. Forschungsaufträge erhält das DIW beispielsweise von der Bundesregierung, der EU-Kommission, Bundes- und Landesministerien, Parteien und Verbänden. Die Wirtschaftsforschungsinstitute tragen so wesentlich zur Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis bei. Die Humboldt-Universität zu Berlin und der SFB 649 arbeiten über zahlreiche Kooperationen in der Forschung eng mit dem DIW zusammen. Aber nicht nur in der Forschung sondern auch in der Lehre besteht eine enge Zusammenarbeit. So werden beispielsweise zahlreiche Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DIW angeboten.
Wie wohl jeder seit dem Hollywood-Film "A Beautiful Mind" weiß, ist die höchste Auszeichnung, die ein Wirtschaftswissenschaftler erhalten kann, der alljährlich verliehene
Nobelpreis. Der bekannteste Preisträger ist mit Sicherheit
John Nash, dessen bahnbrechende wissenschaftliche Beiträge sich mit dem Thema der
Spieltheorie beschäftigt haben. Der Gewinner des letzten Jahres hieß übrigens Edmund Phelps. Er erhielt den Auszeichnung für die Analyse des Einflusses von zukünftigen Erwartungen bei der Bestimmung der Inflation.
Übrigens findet auch in diesem Jahr wieder eine
Nobelpreisvorlesung statt, in der die Ideen der diesjährigen Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften von einem Professor der Humboldt-Universität erklärt werden. Ein Besuch lohnt sich!